Hofen verfügt nur über äusserst wenig Arbeitsplätze, weshalb die Mehrheit der Bevölkerung ausserhalb des Dorfes in Thayngen und Schaffhausen arbeitet. Trotzdem soll hier das ortsansässige Gewerbe vorgestellt werden.

Blick in ein Treibhaus mit Topfblumen
Die in der Kaserne wohnhafte Familie Weber betreibt schon seit ca. 60 Jahren eine Gärtnerei im Familienbetrieb. Angebaut wird eine grosse Auswahl an Topfpflanzen und Schnittblumen; das offizielle Verkaufsgeschäft befindet sich dabei in Schaffhausen. Jedoch können Blumen auch vor Ort eingekauft werden. Der Betrieb beschäftigt an den beiden Standorten Hofen und Schaffhausen zusammen 5 Floristinnen, 1 Gärtnerin, 4 Lehrlinge sowie 6 Aushilfen.
Der Bauernhof der Familie Ueli Fuchs ist noch der letzte betriebene Bauernhof in Hofen. Die Familie Fuchs betreibt sowohl Acker- als auch Viehwirtschaft. Frische Milch ist direkt ab Hof erhältlich.

Sprengschweissmuffe vor (oben) und nach (unten) der Montage
Als Produzent von Sprengschweissmuffen für Freileitungsseile und -drähte betreibt Peter Hofer einen kleinen Betrieb, dabei dient die einstige Lehmgrube »Lättgrueb« als Versuchsgelände. Die Produkte werden vorwiegend nach Schweden, ferner auch Finnland exportiert, ebenso vergibt die Hospex AG die Lizenzen zu verschiedenen Spezialschweissverfahren für Bimetallverbindungen wie z.B. Sprengplattierungen. Die Zahl der Beschäftigen schwankt je nach Auftragslage zwischen 1 und 4 Personen.
Im Dorfzentrum führt Vreni Jost einen kleinen Lebensmittelladen mit vorwiegend Milchprodukten, in der Vergangenheit auch Frischmilch. Trockenprodukte und Konserven sind aber ebenfalls erhältlich.
Jährlich findet eine Chilbi für Gross und Klein, eine Nationaltagfeier am 1. August, ein Platzkonzert des Büsslinger Musikvereins aus der deutschen Nachbarschaft und eine Silvesterparty statt, wofür sich vorwiegend die Hofemer Mitglieder des Samaritervereins Unterer Reiat verantwortlich zeichnen. An dieser Party treffen sich regelmässig die angehörigen Einheimischen sowie weitere Gäste aus den Nachbargemeinden. Durch das Zusammentreffen am Platzkonzert werden die freundnachbarlichen Beziehungen zu Büsslingen über die Landesgrenze hinaus gepflegt.
Hofen hatte einst zwei Restaurants, den »Schweizerbund« sowie den »Hirschen«. Während der Schweizerbund schon längere Zeit nicht mehr im Betrieb ist, hat der Hirschen nach einem 2jährigen Unterbruch seine Türen für die Kundschaft wieder offen. Der neue Wirt, Sepp Kathriner aus Thayngen bietet den Gästen ein umfangreiches Angebot zu fairen Preisen. Kein Aufwand wurde gescheut, um die Liegenschaft wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. So laden eine Gartenwirtschaft, ein gemütlicher Saal mit volkstümlicher Atmosphäre sowie ein rustikales Sälchen zu einem Besuch ein. Jung und Alt trifft sich am Abend gerne im »Hirschen« zu einem Feierabendbier oder die turnenden Vereine des Unteren Reiats löschen ihren Durst nach dem Sport bei Sepp. Als Hausspezialitäten bietet der Hirschen »Innerschwyzer Älplermagroni« (überbackenes Teigwarengericht) sowie innerschweizer Käseschnitten an.
Im Kanton Schaffhausen schreibt das Gebäudeversicherungsgesetz für jede Schaffhauser Gemeinde die Existenz einer Feuerwehr vor, wodurch in jeder Schaffhauser Gemeinde die Feuerwehrpflicht gesetzlich verankert war. Auch Hofen bildete bis 1994 keine Ausnahme: Jeder männliche Hofemer ab 16. Altersjahr musste Feuerwehrdienst leisten. Auf Grund eines grossen Engagements seitens der Feuerwehrkommission sowie dank der Bereitschaft zu freiwilligem Dienst konnte an der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 1994 das Gesetz für eine freiwillige Feuerwehr gutgeheissen werden. Hofen ist die einzige Gemeinde mit dieser Regelung im Kanton und darf stolz darauf sein!
Aufgrund der bescheidenen Grösse und der dadurch geringen Mitteln werden viele Aufgaben von den vier Unteren-Reiat-Gemeinden Altdorf, Bibern, Hofen und Opfertshofen gemeinsam bewältigt. Zudem wurde 1996 ein Gemeindeverband, bestehend aus dem Bezirk Reiat sowie den Gemeinden Bargen, Merishausen und Hemmental gegründet.
Alle Kinder im Unteren Reiat verbringen ihre 6jährige Primarschule im Zentralschulhaus Unterer Reiat. 3 hauptamtliche und 2 nebenamtliche Lehrer und Lehrerinnen unterrichten die Schüler jeweils in Doppelklassen. Der Turnunterricht findet in der zum Areal gehörenden Mehrzweckhalle statt. Der Bau für das Schulhaus wurde im Jahre 1963 durch die kantonale Abstimmung mit 12'560 Ja- zu 1318 Nein-Stimmen gutgeheissen. Die Einweihung des fertigen Baues erfolgte im Oktober 1965.

Die Mehrzweckhalle Unterer Reiat von der Südseite

Die Mehrzweckhalle bietet für örtliche Vereinsveranstaltungen
grosszügige Räumlichkeiten
Ursprünglich war die Halle lediglich als Turnhalle für den Schulunterricht und die ortsansässigen turnenden Vereine gedacht, doch schon sehr rasch bestand aber der Bedarf an einem zweckmässigen Bau für öffentliche Anlässe. Deshalb wurde im Rahmen einer unumgänglichen Sanierung 1994/95 die Halle vollständig umgebaut und erweitert. 1995 wurde das Bauwerk mit einer gemeinsamen 1.-August-Feier eingeweiht. Dank enormen Engagement der Behörden, Bundesbeiträgen und einem Lotteriefond konnte eine finanziell günstige Variante realisiert werden. Ausserdem leisteten die ortsansässigen Vereine viel Fronarbeit, finanzielle Unterstützung und organisierten Anlässe zugunsten der neuen Mehrzweckhalle.

Vergnügliche Stimmung im Schwimmbad Unterer Reiat
In der Nähe der Zentralschule besitzen die vier Reiatgemeinden ein gemeinsames Schwimmbad, wo man sich im Sommer erfrischen kann, insbesondere, wenn das Thaynger Schwimmbad hoffnungslos überfüllt ist. Heute hat es sich für auswärtige Gäste bereits als Geheimtip herumgesprochen.
Im Unteren Reiat herrscht trotz der bescheidenen Bevölkerungszahl ein reges Vereinsleben. 14 Ortsvereine zeugen von dieser Tatsache:

Porträt vom Turnverein Unterer Reiat
Einen hohen Stellenwert hat der Turnverein im Unteren Reiat. Dank guten Abendunterhaltungen und sportlichen Spitzenresultaten im Korbball ist der Verein im ganzen Kanton ein Begriff.
Der gebürtige Reiater Otto Uehlinger komponierte ein Lied zum Reiat mit dem Namen »Räietlied«. Falls sich in Ihrem PC eine Soundkarte befindet und bei Ihrem Browser der Dateityp *.MID (MIDI-Musikdateien mit MIME-Typ audio/midi) korrekt installiert und konfiguriert ist, dann können Sie direkt durch einen Mausklick auf diese Worte die Melodie dazu anhören! Im Original wird dieses Lied von einem vierstimmigen, gemischten Chor in Reiatemer Mundart gesungen. Liedtext dazu, geschrieben in Mundart.